Christopher Hilbich,

vom Azubi zum Steuerberater

Lieber Christopher, Du hast ohne Umschweife bei HFB beeindruckende Ziele erreicht. Im Jahr 2013 als Auszubildender gestartet, wurdest Du 2024 zum Steuerberater bestellt und bereits ein Jahr später hast Du die vertrauensvolle Position eines Prokuristen eingenommen. Mit welchen Emotionen blickst Du auf diese doch sehr konsequente Entwicklung zurück?

Ich bin froh, dass ich alle Ziele gemeinsam mit HFB erreichen konnte. Jeder Abschnitt war ein besonderer und ist geprägt durch spannende und ereignisreiche Erinnerungen. Ich habe meine bisherige gesamte berufliche Entwicklung bei HFB bestritten und bin dankbar für die sehr gute Unterstützung, Förderung aber auch Forderung und immer sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Hast Du Dich schon früh für Themen aus der Welt der Finanzen, der Betriebswirtschaft und des Steuerrechts begeistert? Ein spannender Aspekt Deiner Vita ist, dass Dir eine solche Leidenschaft nicht auf den ersten Blick in die Wiege gelegt wurde. Oder vielleicht doch?

Die Leidenschaft für Zahlen hat sich spätestens in der gymnasialen Oberstufe entfaltet. Auch im Allgemeinen interessiere ich mich seit frühen Jahren für grundlegende betriebswirtschaftliche Zusammenhänge. So richtig los ging es dann mit der Berufsausbildung zum Steuerfachangestellten, die dann die Freude am Steuerrecht bei mir auslöste. Im nachfolgenden Studium der Betriebswirtschaftslehre durfte ich viele Aspekte kennenlernen, die mich allesamt interessiert haben. Durch die Spezialisierung Steuer- und Revisionswesen, lernte ich weitere wertvolle Aspekte im Steuerrecht und auch im Rahmen der Wirtschaftsprüfung kennen. In der Vorbereitungsphase zur Steuerberaterprüfung ist weitere spannende Lernerfahrung in sämtlichen steuerlichen Themengebieten hinzugekommen. In Kombination ergaben sich fortlaufend die praktischen Erfahrungen bei HFB im Büro und im Mandantenumgang – besser geht es nicht. So hat sicherlich jede Phase der Ausbildung zum heutigen Beruf beigetragen.

Gehen wir noch einmal zum Start Deines stringenten Weges bei HFB zurück. Nach Deiner Berufsausbildung war Dein Studium so strukturiert, dass Du stets im Wechsel 3 Monate im Betrieb vor Ort warst und darauffolgend 3 Monate in der Fachhochschule verbracht hast. Was waren Deine Beweggründe, um dieses Modell nach Deiner Berufsausbildung zu wählen?

Nach der Berufsausbildung wollte ich sofort eine Weiterbildung in Angriff nehmen. Das genannte Studium hat mir außerordentlich zugesagt. Durch die Berufsausbildung hatte ich große Vorkenntnisse, die ich sowohl im Betrieb als auch im Studium über weitere drei Jahre weiterentwickeln konnte. Das Modell des 3-Monats-Wechsels habe ich als sehr gut empfunden, da dieses sehr abwechslungsreich war. Sowohl die Theorie- als auch die Praxisphasen waren super aufeinander abgestimmt. In jeder Phase des Studiums konnte ich mich abwechselnd jeweils drei Monate vollkommen auf die Theorie und danach wieder auf meine Praxis-Fälle konzentrieren. Zudem war das theoretisch Erlernte in der nachfolgenden Praxisphase kurzfristig am konkreten Fall zu erleben.

Welche Erfahrungen und Tipps gibst Du heute gerne an unsere Auszubildenden weiter?

Ich finde es immer wichtig auch über den Tellerrand des Gelernten zu blicken. Fernab jeglicher Aufgaben habe ich mich stets mit Mitschülern aus der Berufsschule, Kommilitonen aus dem Studium oder auch Mitstreitern im Rahmen der Steuerberaterprüfung persönlich verabredet und sämtliche Fälle durchgesprochen. Was wäre, wenn und wie wäre ein solcher Fall zu beurteilen? Diese gesamtthematischen Einordnungen haben mich Systematiken im Ganzen besser verstehen lassen. Oftmals habe ich mir auch die einzelnen Gesetzestexte nochmals durchgelesen und versucht diese in eigenen Gedanken dazu lebhaft werden zu lassen. Auch wenn das Lernpensum in jeder Phase enorm hoch war, lohnt es sich stets dranzubleiben.

Wichtig ist, das Gelernte auch in der Praxis anwenden zu können und die Vernetzung zwischen Theorie und Praxis bestmöglich auszugestalten.

Lass uns das Thema „Verantwortung“ besprechen. Hattest Du schon als Auszubildender eigene Mandate? Wann wurde Dir diese Verantwortung übertragen?

Als Auszubildender wird man bei HFB gut herangeführt. Man hat bereits Gelegenheiten, einige dauerhafte Aufgaben und Mandantenangelegenheiten betreuen zu dürfen – natürlich immer in enger Zusammenarbeit mit dem Ausbilder. Es entsteht ein super Einblick in sämtliche Kanzleibereiche und -aufgaben und man weiß seine Chancen und möglichen Aufgabenbereiche nach Abschluss der Ausbildung sehr gut einzuschätzen.

Nach Abschluss des Studiums wurden die Aufgaben und Verantwortlichkeiten, jedoch auch die eigenverantwortliche Arbeitsweise, größer. Und nach dem erfolgreichen Abschluss des Steuerberaterexamens ist der Verantwortungsbereich naturgemäß nochmals gewachsen.

Wie haben sich diese Verantwortlichkeiten verändert? Nehmen Dich Deine Mandanten heute in der Position als Steuerberater anders wahr, bzw. gestaltet sich der Umgang zwischen Euch heute anders?

Ich freue mich, als Steuerberater im Rahmen des Anstellungsverhältnisses selbständig und eigenverantwortlich arbeiten zu dürfen – sowohl in der Mandantenbetreuung als auch in der Organisation meiner Arbeit bei HFB. Aber auch daran wurde ich auf dem Ausbildungsweg Stück für Stück herangeführt. Langjährige Mandanten nehmen mich in dieser Position wahr und die Zusammenarbeit basiert auf einer professionellen Grundlage. Als Prokurist kann ich dies nochmals unterstreichen und freue mich, auch in Zukunft verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen zu dürfen.

Bei HFB bist Du von Beginn an sehr gut integriert gewesen und hast Dich beruflich sehr gut vernetzt. Du wirst von der gesamten Belegschaft sehr geschätzt. Was sind Deine Highlights in der Kanzlei gewesen? Was empfandest Du als prägend?

Persönliche Highlights waren natürlich die jeweiligen Abschlüsse der einzelnen beruflichen Abschnitte. Besonders hervorzuheben ist auch die langjährige gegenseitige Wertschätzung bei HFB. Ich freue mich, viele Themen aktiv mitgestalten und auch eigene Ideen einbringen zu dürfen.

Prägend ist die enge Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten und die gute Zusammenarbeit innerhalb der Belegschaft.

Neben betrieblichen Angeboten wie der bewegten Pause oder einigen gemeinsamen Veranstaltungen, sind auch weitere gesellige Momente immer wieder Ausdruck des guten Miteinanders. Dies fängt mit der täglichen gemeinsamen Mittagspause an und setzt sich bei gemeinsamen Aktivitäten oder dem Schützenfestbesuch fort.

Zu Deinen Hauptaufgaben gehören neben der laufenden steuerlichen Beratung, der Jahresabschlusserstellung und der Anfertigung von betrieblichen und privaten Steuererklärungen auch die Bearbeitung von betriebswirtschaftlichen Fragestellungen und die Prüfungsleiterfunktion bei Jahresabschlussprüfungen. Dieses Portfolio liest sich wie das eines steuerlichen Allrounders. Liebäugelst Du mit einem besonderen Themenkomplex? Möchtest Du Dich spezialisieren?

Heutzutage sieht sich ein Steuerberater mit vielfältigen Themen und komplexen Fragestellungen konfrontiert. Daher finde ich es wichtig, dass eine große Palette an Wissen vorhanden ist, welches in sämtlichen Aufgabengebieten zur Anwendung kommen kann.

In Zukunft denke ich aber auch, dass wir weiteres Spezialwissen in einzelnen Themenbereichen aufbauen müssen, vom dem die gesamte Kanzlei profitieren kann. Die Themenbereiche werden immer komplexer, sodass neben einer weiterhin erforderlichen breiten Beratung auch einzelnes Spezialwissen unumgänglich sein wird. Ich freue mich bei dieser Entwicklung für HFB positiv mitwirken zu können.

Danke für Deine Zeit Christopher!

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